Bauchstraffung | Operation & Risiken
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Durch gezieltes Training ist es sinnvoll, vor dem Bauchstraffen die Fitness und die körperliche Konstitution zu verbessern. Dies kann sich positiv auf das Ergebnis auswirken.

Verfahren der Bauchstraffung (Abdominoplastik)
Bauchdeckenplastik: Am häufigsten wird die Bauchdeckenplastik angewandt. Der chirurgische Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert bis zu drei Stunden. Von Beckenknochen zu Beckenknochen verlaufen die zwei bogenförmigen Schnitte im Bereich der Bikinigrenze oberhalb der Schamgrenze. Ebenso wird der Bauchnabel aus dem umliegenden Gewebe gelöst. Nun kann die Haut bis zu den Rippenbögen abgelöst und der Bauchnabel umschnitten werden. Überschüssige Haut und Fettgewebe werden entfernt und der Bauchnabel in die Bauchhaut eingepasst und fixiert. Das Gewicht der entfernten Haut und des Fettgewebes kann bis zu zehn Kilogramm betragen. Die Wundränder werden nun vernäht. Nachblutungen und Wundsekrete werden in den nächsten Stunden über eine Drainage abgeführt.
Partielle Bauchdeckenstraffung: Anders verhält es sich bei der partiellen Bauchdeckenstraffung oder Minibauchdeckenstraffung. Der Schnitt ist wesentlich kleiner. Gestrafft wird nur die überschüssige Haut zwischen der Schnittlinie und dem Nabel. Die Haut wird hierbei nach unten gezogen und die überschüssige Haut zwischen Nabel und Schambereich entfernt. Bevor der Verband angelegt werden kann, werden die Wundränder vernäht.
Nachsorge bei der Bauchdeckenstraffung
Vier bis sechs Wochen muss die Patientin nach dem Bauchstraffen ein Kompressionsmieder tragen. Duschen ist nach fünf Tagen wieder möglich. Arbeitsfähig sind Sie wieder nach zwei bis drei Wochen. Schweres Heben sollten aber Sie meiden. Sport ist frühestens nach sechs bis acht Wochen wieder möglich. Um Komplikationen zu vermeiden, muss auf einwandfreie Hygiene geachtet werden. Nach dieser anspruchsvollen Operationen sollten Sie sich ausreichend Zeit zur Erholung gönnen. Das Ergebnis einer Bauchdeckenplastik hält jahrzehntelang an.
Mögliche Risiken | Bauchdeckenstraffung
Typische Nebenwirkungen nach einer Bauchstraffung sind Schmerzen, die durch den Zug der Gewebeanteile noch verstärkt werden. In der Regel verschwinden diese aber nach wenigen Tagen und werden durch ein einige Wochen anhaltendes Spannungsgefühl abgelöst.
Bei starken Schmerzen oder einem starken Spannungsgefühl sollte umgehend der behandelnde Arzt konsultiert werden. In seltenen Fällen können Wunden auch wieder aufreißen und müssen dann erneut vernäht werden. Kommt es zu Wundheilungsstörungen im Nahtbereich, führt dies zu einer Narbenverdickung. Die Narbe verblasst nach etwa drei Monaten.
Fragen und Antworten zur Bauchstraffung
Bei einer kleinen Bauchstraffung ist der Schnitt ca. 10 cm lang und verläuft direkt über der Schambehaarung. Bei einer Bauchdeckenplastik normaler Ausdehnung, ist die Schnittführung ebenfalls direkt über der Schambehaarung, die Narben reichen jedoch seitlich bis in etwa zu den Beckenknochen.
Die überschüssige Haut wird mit dem darunter liegenden Fettgewebe zwischen dem Nabel und der Schambehaarung entfernt. Schwangerschaftsstreifen im Bereich zu entfernenden Haut werden auf diese Weise mit entfernt.
Überdehnte Bauchmuskulatur, infolge einer Schwangerschaft oder starkem Übergewicht, kann bei diesem Eingriff mit gestrafft werden.
Ja. Jedoch besteht die Gefahr, dass sich die Bauchdecke durch die Schwangerschaft nochmals sehr stark ausdehnt und das erzielte Ergebnis nachteilig verändert wird.
Bei der klassischen Bauchstraffung erfolgt die Schnittführung horizontal am oberen Ende der Schambehaarung. In der Regel wird die spätere Narbe von der Unterwäsche völlig bedeckt.
Leider nein. Die Bauchstraffung ist recht aufwändig und für den Patienten sehr belastend. Der Eingriff erfordert eine umfassende Vor- und Nachsorge. Bis zu 3 Stunden kann die Operation dauern. Wir empfehlen daher, die Bauchstraffung nur in einer Klinik mit Intensivabteilung durchzuführen. 2-3 Tage Klinikaufenthalt sollten eingeplant werden.
Erfolgt lediglich eine Minibauchstraffung, so wird der Nabel nicht verändert. Bei der aufwändigen Bauchstraffung werden das Fettgewebe entfernt, die darunterliegende Muskulatur und die überschüssige Haut gestrafft. Am Ende des Eingriffs wird der Bauchnabel auf die optisch richtige Höhe wieder eingesetzt und angenäht.
Prinzipiell ist das Ergebnis einer Bauchstraffung von Dauer. Durch den natürlichen Alterungsprozess und einer evtl. weiteren Schwangerschaft wird das erzielte Ergebnis jedoch auf natürlichem Wege belastet.
